Ratgeber

DATEV-Export für die Steuer­beratung

Viele Steuer­beratungen arbeiten mit DATEV. Hier steht, was im DATEV-Format steckt, was du vorher klären musst und wie du deine Unterlagen pro Zeitraum übergibst.

Stand

Paket für die Steuerberatung: Prüfung von Zeitraum, Belegen und Bankumsätzen vor dem Export.
  • Der DATEV-Buchungsstapel ist eine CSV-Datei mit einem festen Kopf und einer Zeile pro Buchung, die DATEV-Programme direkt einlesen.
  • Dafür brauchst du von deiner Steuer­beratung die Beraternummer, die Mandantennummer und den Kontenrahmen, SKR03 oder SKR04.
  • Die Belege gehen getrennt davon, als Dateien im Paket, über DATEV Upload Mail oder als DATEV XML mit Belegbildern.
  • Ob die Buchungen steuerlich stimmen, prüft deine Steuer­beratung. Der Export liefert ihr die Grundlage.

Warum DATEV

DATEV ist die Genossenschaft der steuerberatenden Berufe und die Software, mit der viele Steuer­beratungen in Deutschland buchen. Damit deine Rechnungen und Belege dort nicht abgetippt werden müssen, gibt es das DATEV-Format: eine offen beschriebene Schnittstelle, über die andere Programme Buchungen und Stammdaten übergeben. Die Dateien heißen nach dem Muster EXTF_ und enden auf .csv. In DATEV werden sie über die Stapelverarbeitung eingelesen.

Für dich heißt das: Je sauberer der Export, desto weniger Rückfragen und desto weniger Arbeit, die deine Steuer­beratung dir in Rechnung stellt.

Was du vorher klären musst

Drei Angaben bekommst du von deiner Steuer­beratung. Sie stehen im Kopf jeder DATEV-Datei:

  • Beraternummer: die Nummer deiner Steuer­beratung bei DATEV, vier bis sieben Ziffern.
  • Mandantennummer: deine Nummer bei ihr, ein bis fünf Ziffern.
  • Kontenrahmen: SKR03 oder SKR04. Beide ordnen dieselben Vorgänge unterschiedlich nummerierten Konten zu. SKR03 ist nach dem Ablauf im Betrieb gegliedert, SKR04 nach dem Aufbau des Jahresabschlusses. Welcher es ist, entscheidet deine Steuer­beratung, nicht du.

Dazu kommt der Beginn deines Wirtschaftsjahres, bei Selbstständigen mit EÜR in der Regel der 1. Januar. Ein Buchungsstapel deckt immer einen Zeitraum innerhalb eines Wirtschaftsjahres ab.

Was im Buchungsstapel steht

Der Buchungsstapel beginnt mit einer Kopfzeile: Formatkennung, Berater- und Mandantennummer, Wirtschaftsjahr, Zeitraum und Kontenrahmen. Darunter folgt eine Zeile mit den Spaltennamen und dann eine Zeile pro Buchung. Die wichtigsten Spalten:

Spalte Inhalt
Umsatz der Betrag, immer positiv
Soll/Haben-Kennzeichen S oder H, auf welcher Seite das Konto steht
Konto und Gegenkonto etwa Bank und Erlöskonto
BU-Schlüssel der Steuerschlüssel, aus dem DATEV die Umsatzsteuer oder Vorsteuer ableitet
Belegdatum Tag und Monat des Belegs
Belegfeld 1 meist die Rechnungs­nummer, damit sich Buchung und Beleg finden
Buchungstext eine kurze Beschreibung

Zusätzlich gibt es Stammdaten, etwa die Debitorenstammdaten: deine Kunden mit Namen und Anschrift, damit offene Posten in DATEV einem Namen zugeordnet sind.

Wichtig ist, dass Buchung und Beleg zusammenpassen. Steht die Rechnungs­nummer in Belegfeld 1 und trägt der Beleg dieselbe Nummer, findet deine Steuer­beratung zu jeder Buchung das passende Dokument. Ein Buchungsstapel deckt nur den gewählten Zeitraum ab. Exportierst du denselben Zeitraum ein zweites Mal, kläre vorher mit deiner Steuer­beratung, ob sie den alten Stapel ersetzt. So landet keine Buchung doppelt in ihrem Bestand.

Die Belege dazu

Der Buchungsstapel enthält keine Belege, nur ihre Daten. Die Belege selbst übergibst du getrennt:

  • als Dateien in einem Paket, etwa als ZIP oder in einem geteilten Ordner,
  • per DATEV Upload Mail: Deine Steuer­beratung gibt dir eine Upload-Adresse. Belege als PDF oder TIFF landen dann direkt in ihrer Belegverwaltung. DATEV nimmt nur E-⁠Mails von Absenderadressen an, die sie freigegeben hat.
  • als DATEV XML mit Belegbildern, wenn deine Steuer­beratung mit DATEV Unternehmen online arbeitet.

Welchen Weg sie bevorzugt, fragst du einmal nach und richtest es dann fest ein.

Ein Paket pro Zeitraum

Bewährt hat sich ein festes Paket pro Monat oder Quartal, passend zu deiner Umsatzsteuer-Voranmeldung. Prüfe vor der Übergabe:

  • Hat jeder Beleg eine Datei? Ist jeder Beleg bestätigt?
  • Haben die Rechnungs­nummern Lücken? Ist der Grund dafür festgehalten?
  • Sind alle Bankbuchungen einem Beleg, einer Rechnung oder einer Kategorie zugeordnet?
  • Fehlen Kontoauszüge für einen Monat?

Was nach der Übergabe noch kommt, reichst du gezielt nach, statt das ganze Paket noch einmal zu schicken. Hebe jede übergebene Fassung auf. Bei einer Betriebsprüfung kann das Finanzamt deine Daten in einem maschinell auswertbaren Format verlangen (§ 147 Abs. 6 AO). Die Aufbewahrungs­fristen gelten auch für das, was du übergeben hast.

Wie Folnaro dieses Paket zusammenstellt, zeigen die Schritte oben und die Seite Steuer­beratung. Dieser Ratgeber ersetzt keine Steuer­beratung.

Das Paket für die Steuer­beratung mit Folnaro übergeben

  1. DATEV-Nummern eintragen

    Wähle Folnaro > Einstellungen > Steuer­beratung. Trage unter DATEV die Beraternummer und die Mandantennummer ein und wähle den Kontenrahmen. Folnaro prüft die Nummern, sobald du das Feld verlässt.

  2. Übergabeweg festlegen

    Lege unter Übergabe des Pakets fest, ob das Paket per E-⁠Mail, in einen Ordner oder über DATEV Upload Mail zu deiner Steuer­beratung kommt.

  3. Zeitraum wählen

    Klicke in der Seitenleiste auf Steuer­beratung und wähle Monat, Quartal oder Jahr. Der Zeitraum ist derselbe wie unter Auswertungen.

  4. Prüfliste durchgehen

    Behebe die blockierenden Punkte, etwa eine fehlende Belegdatei oder eine Lücke in den Rechnungs­nummern, die du mit Begründen erklärst. Warnungen und Hinweise übernimmt Folnaro ins Anschreiben.

  5. Inhalt wählen

    Wähle unter Inhalt, was ins Paket kommt: DATEV-Buchungsstapel, DATEV-Debitorenstammdaten, Zeit­erfassung und Kontoauszüge mit Belegen je Monat.

  6. Paket exportieren

    Klicke auf Paket exportieren und wähle In Ordner exportieren, Als ZIP exportieren, Per E-⁠Mail verschicken oder An DATEV Upload senden.

  7. Übergabe festhalten

    Hast du das Paket selbst übergeben, etwa über ein Portal, klicke bei der Version auf Versand protokollieren.

In Folnaro

So macht es Folnaro

Folnaro stellt für einen Zeitraum alles zusammen, was deine Steuer­beratung braucht: Rechnungen, Belege, Zahlungen, die Buchungen im DATEV-Format und ein Anschreiben. Vorher prüft es, ob etwas fehlt.

  • Der Buchungsstapel enthält Rechnungen nach Rechnungsdatum, Zahlungen nach Zahlungsdatum, Ausgaben und Bankbuchungen ohne Rechnung, etwa Gebühren.
  • Die Buchungen kommen so an, dass deine Steuer­beratung sie nach dem Import noch korrigieren kann.
  • Jeder Export bleibt als Version erhalten. Ein unverändertes Paket ergibt byte-identische Dateien.
  • Fragt deine Steuer­beratung nach, hältst du die Frage fest und reichst nur die angefragten Unterlagen nach.
  • Das Jahresarchiv lässt sich jederzeit exportieren, auch ohne Abo.
Paket für die Steuerberatung: Prüfung von Zeitraum, Belegen und Bankumsätzen vor dem Export.

Quellen

Gesetze und Verwaltungsanweisungen in der Fassung, die am Stand-Tag galt.

  1. DATEV Developer Portal: DATEV-Format gelesen am
  2. DATEV Hilfe-Center, Dok.-Nr. 1034038: Buchungsstapel und Stammdaten im DATEV-Format importieren gelesen am
  3. § 147 AO, Aufbewahrung und Datenzugriff gelesen am

Dieser Ratgeber erklärt die Regeln allgemein und ersetzt keine Steuer­beratung. Wie sie in deinem Fall gelten, klärst du am besten mit deiner Steuer­beratung.

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